DSGVO für Fotografen – endlich konform geklärt

Licht, in den dunklen Paragraphendschungel

Wie das heute so ist mit den Schnappschüssen… gerade noch ein tolles Bild von einer Achterbahn geschossen und nun sind da Menschen drauf zu sehen, die ich gar nicht gefragt habe, ob ich das Bild bei Facebook hochladen darf. So oder so ähnlich geht es in vielen Köpfen derzeit zu, die sich überlegen müssen ob sie als „Fotograf“ (sei es Amateur oder beruflich), überhaupt noch Aufnahmen machen und anschließend noch verwenden darf.

Durch die Medienrechtskanzlei Wilde, Beuger & Solmecke aus Köln (wbs-law.de) bin ich nun auf einen Artikel aufmerksam geworden, den das Bundesministerium des Inneren (BMI) am 14. Mai nun veröffentlicht hat.

Nun können sich alle Beteildigten endlich eine konkretere Information abholen und verwerten.

Grob gesagt, kann sich der Fotograf als solcher immer noch auf das KUG (Kunst Urheber Gesetz)berufen, unter der er seine Aufnahmen verwertet. Allerdings müsste man im Rahmen der DSGVO weiterhin darauf achten, dass der Schutz personenbezogener Daten weiterhin gewahrt bleibt. Das bedeutet z.B. das ein T-Shirt mit Name und Verein, gekoppelt mit noch EXIF Informationen wie Datum Uhrzeit oder gar Standort Informationen tabu wären.

Aber lest die beiden Artikel einfach selber – ich kann schließlich keine Rechtsberatung leisten:

Keine leeren Sitze mehr!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Habt ihr das „nicht“ in diesem Absatz gelesen? Auszug aus der Quelle, auf die ihr euch beruft:
    „Entgegen z.T. verbreiteter Ansicht sind Fotos also nicht nur dann personenbezogen in den Fällen, in denen zusätzliche Metadaten wie etwa Ort, Zeitpunkt der Aufnahme in den EXIF- und/oder den IPTC-Dateien gespeichert werden.“
    Personenbezogene Daten sind also auch Personenfotos ohne die genannten Metadaten.

    1. Hallo Frank, danke für Deinen Kommentar.
      Das mit den Teilzitaten ist so eine Sache. Was „alt“ und was das „Update“ angeht, ist auf WBS-Law.de wohl schwierig ein unterschied zu erkennen. Das Bundesministerium des Inneren schreibt:
      —Für die Veröffentlichung von Fotografien bleibt das Kunsturhebergesetz auch unter der ab dem 25. Mai 2018 anwendbaren Datenschutz-Grundverordnung erhalten. Es sind, wie ich bereits in meiner Antwort ausgeführt habe, keine Änderungen oder gar eine Aufhebung mit Blick auf die Datenschutz-Grundverordnung vorgesehen.—
      Damit sollte nun klar sein, dass wir uns mit der DSGVO keinen großen Kopf machen müssen, da hier das KUG schon länger und auch weiterhin ausreichend für Abdeckung sorgt
      Natürlich ist ein Gesicht auf einem Foto, einer einzelnen Person zuzuordnen… aber ohne weitere Daten kann man hier keine Rückschlüsse auf eine Person ziehen, es sei denn, diese Person ist dem Beurteiler persönlich bekannt.
      Als ich freue mich über die Stellungnahme des BMI und bin seit dem deutlich entspannter.

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