GeoCaching – mehr als einfach nur ein Hobby (für Anfänger)

Ja! Wir Cachen!

[Käsch’en] ? Was ist das eigentlich? Naja – Schnitzeljagd eben, so wie früher, nur dass wir natürlich digital Bewaffnet sind und ein GPS (nicht ein Telefon!) dafür nutzen. Aber, fangen wir vorne an…

Wie kamen wir eigentlich dazu?

Es begab sich zu einer Zeit, als eine fast eingeschlafene Freundschaft neuen Schwung brachte. Wir trafen uns endlich mal wieder und -nennen wir sie mal „Team BlackMamba-Din“- erzählte uns von den neuesten Trends ihrer Freizeitgestaltung.
Es klang schon ein bissel spannend… kurz entschlossen wurde am nächsten Tag schon der erste Cache gesucht – erfolgreich  :lol:.

Nun wollten wir es genau wissen; wie geht das, was braucht man erzähle mal mehr… Und das machten BlackMamba-Din auch. Der soeben ausgelegte Multi (GC2V61F) wurde als Paradebeispiel vorgeführt… aha – so geht das.. total irrational für den Moment aber leider Geil. Bekloppte Ideen, die uns weiter neugierig machten.

Also nahmen wir uns der Sache an. Wo ist was? Wie kommen wir da ran? Ein weiterer bekannter „Team Barsch“ hatte noch so nen orangen Richtungsweiser übrig und lieh uns diesen gerne aus. Also ging es los – ohne Smartphone!

Tja was sollen wir sagen. Wir haben gemerkt, geocachen ist cool. Auch die Kinder hatten gewisser Weise schon Spass daran gefunden. Wir begriffen schnell wie das Funktioniert und seit dem 19.06.2011 sind wir Premium-Member bei GeoCaching.com (das ist die Plattform, wo sich quasi alles verwalten lässt).

Da wird man doch arm bei oder?

Es gibt einen Grundsatz – jedes Hobby kostet irgendwie Geld. Mal mehr und mal weniger – je nachdem, wie man das Hobby auskleiden möchte. Zum starten braucht man eigentlich nur ein GPS Gerät (ja es gehen auch Handys mit (A)-GPS) und ein Kugelschreiber. Doch man merkt schnell, dass dies wirklich nur die Basis zum Hobby ist. Ruck zuck trägt man die „Basis-Ausrüstung“ zusammen. Das Ganze ist (noch) nicht teuer. Man hat unter anderem folgendes dabei: Notizbuch für Unterwegs, kleine Taschenlampe, evtl. eine UV-Taschenlampe, ein Metermaß oder Zollstock, vielleicht ein „Multitool“ und was ganz wichtig ist… ein bisschen „Krimskrams“ zum tauschen. Klar ist, dass man über kurz oder lang ein GPS Gerät kaufen sollte. Diese fangen bei ca. 100 Euro an und gehören damit zu den wichtigsten und fast schon teuersten Anschaffungen.

Was findet man so?

Naja, also die GeoCacher sagen gerne „der Weg ist das Ziel“. Wir, für und haben etwas wirklich wertvolles (wieder) entdeckt: Die NATUR… ja, sie ist noch da. Denken wir mal an die 70er und 80er zurück. Das ist die Zeit, in der wir groß wurden. Opa ist mit uns in den Wald gegangen und hat Pilze gesucht, wir waren auf Wanderungen und ja… es waren auch Berge dabei. Heute? Die Kinder kommen vom Kinderwagen auf nen Motorroller. Natur ist das was hinten im Garten liegt, wo Mama immer die Essensreste hinkippt. Es ist speziell für mich (Mirco) unvorstellbar – wie ich auf einmal gefallen an Wanderungen habe. Und das wo ich doch so „stattlich“ bin. Für unsere Kinder ist es so, dass wir natürlich jeden Cache wie ein Abenteuer angehen. Eine richtige Schatzsuche natürlich. Am Ende gibt es „Krimskrams“. Naja… eben so Werbegeschenke, Ü-Ei Figuren oder dinge dieser Art. Leider gibt es aber auch „schräge Vögel“, die Dinge in einem Cache platzieren, die sinnlos, geschmacklos oder einfach nur blöd sind. Wir halten uns da meistens an das „Fair-trade“ Prinzip. Wenn wir was „hochwertiges“ finden, geht auch was ähnliches wieder rein.

Was war bislang „das Erlebnis“ ?

An dieser Stelle dürfen wir noch mal einen Cacher-Freund „MichaNix“ erwähnen. Dieser legte in unserer „Homezone“ (der Bereich wo man Wohnt), einen sehr interessanten Cache. Unser erster Multi hatte das Thema „Genial daneben“ (GC167ND) und stammt thematisch von der RTL Show ab. Wir hatten einen Heiden Spass und nach 5 1/2 Stunden war dieser Cache durchgestanden. Am Ende eines Caches wird man den Fund bei GeoCaching.com (kurz GC.com) quittieren und es ist üblich, dass man dazu ein paar Zeilen schreibt. Die besondere Freude war, dass wir Wochen später (oder waren es schon Monate?) den Besitzer (=Owner) „MichaNix“ kennengelernt haben. Er dankte uns, denn er war schon dazu geneigt, diesen Cache abzubauen und zu schließen. Doch durch unseren Eintrag in das Logbuch (das ist 1x im Cache und online bei GC.com) war er so motiviert, dass dieser Cache bis heute noch besteht. Das war nicht nur für uns ein besonderer Cache, sondern auch mal eine durchaus positive Erfahrung für jemanden, der sich viel Mühe machte.

Ist Cachen eigentlich gefährlich?

Natürlich! Genau so, wie die Teilnahme im Strassenverkehr oder eine Grillparty beim Nachbarn. Es kann immer etwas passieren. Aber man muss wissen – man ist für sein Handeln immer selber verantwortlich. Du musst doch selber wissen, ob Du auf „den Baum da“ klettern kannst oder ob du in „das Loch da“ kriechen möchtest. Aber im Normalfall sind die Risiken gering und gut abzuschätzen. Wer klettern möchte sollte sich ggfls. dafür Ausbilden lassen. Aber normal im Wald unterwegs, sind die „größten“ Gefahren Zecken, Mücken und die Pflanzenwelt. Wer mit kurzen Shorts durch den Wald geht… naja…

Wo führt das Cachen hin?

Leider ist im Moment ein regelrechter Hype ausgebrochen. Es vergeht keine Ferienwoche in dem nicht irgendein Radio oder TV-Magazin über das tolle, spannende Hobby berichtet. Leider immer nur sehr oberflächlich! Denn es gehört mehr wie ein GPS-Smartphone und Kugelschreiber dazu. Den Umgang mit den Caches, die meistens in der Natur versteckt sind, muss man lernen. Stell Dir Deinen Vorgarten vor; frisch gesäter Rasen… nun kommen da innerhalb 1 Woche täglich 20-30 Erwachsene, die einfach nur drüber laufen. Wenn die jetzt noch dort mit ihrem Smartphone suchen… tja. Ich hab ne gute Adresse für Rollrasen :lol:.  Es nimmt immer mehr zu, dass diese „Jungcacher“ den Ruf der Cacher durch Unachtsamkeit ruinieren. Bauern, Förster, Jäger… diese Gruppen bilden langsam eine „Front“ gegen Cacher, denn oft werden ihre Territorien missbraucht oder „unsachgemäß“ behandelt. Da würde ich mich auch aufregen, wenn einer Abends in der Waldhütte seinen 40sten feiern würde – oder? Aber es gibt auch gute Kontakte, zu denen die besagten Betroffenen zu Gesprächen aufgefordert werden oder einzelne „Verstecker“ (=Owner, Besitzer eines Caches) gehen auf die entsprechenden Personen zu und bitten um Kooperation. Denn wer kennt den Wald besser als der Förster oder Jäger? Damit kann oft ein Weg gefunden werden, wie ein Cache so platziert wird, dass keiner meckern muss… nicht mal das Wild. Ich denke, der Hype flacht in Kürze wieder ab und die „echten“ Cacher können wieder „Qualität“ ins Cachen bringen. Für uns haben wir ein tolles Hobby gefunden das uns riesen Spass macht. Wir wollen auch irgendwann nicht mehr nur regional Cachen, sondern nehmen auch im Urlaub das GPS mit.

Du glaubst ja gar nicht – wo alles kleine Schätze liegen….
Finde es heraus auf der deutschen Plattform: „http://www.Opencaching.de/“ oder der internationalen „http://www.GeoCaching.com„.

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